Fronleichnam in Köln

kommt & seht

Zwischen historischem Boden, Konferenztrubel und Gottes Oasen

Hallo ihr Lieben,

über Fronleichnam hat es mich zurück in die Heimat nach Köln gezogen. Köln und Fronleichnam – das gehört historisch ganz tief zusammen. Wusstet ihr, dass genau hier im Jahr 1279 die weltweit allererste urkundlich erwähnte Fronleichnamsprozession stattfand? Auf genau diesem geschichtsträchtigen Boden durfte ich Tage voller Begegnungen, Wunder und tiefer Tankstellen bei Gott erleben.

Der Start: Prozession und ein Wiener Wunder

Das Wochenende begann traditionell am Donnerstag mit der feierlichen Fronleichnamsprozession durch die Kölner Innenstadt. Am Abend war ich dann bei einem Hauskreis zu einem Gebetsabend eingeladen – ein wunderschöner Ausklang mit tiefem Lobpreis und starker Gemeinschaft.

Und genau dort passierte das erste kleine Wunder: Völlig unerwartet traf ich einen guten Freund aus Wien wieder! Wie Gott die Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammenführt, ist immer wieder faszinierend. Mittlerweile ist er sogar Teil des Missionsteams geworden. Gepriesen sei der Herr!

Die „Kommt und seht“-Konferenz: Wenn die Eucharistie zur Herzenssache wird

Direkt am Freitag und Samstag ging es in die voll besetzte X-Post zur großen „Kommt und seht“-Konferenz. In diesem Jahr waren über 2.500 Menschen da – eine unglaubliche Kulisse! Das diesjährige Thema stand ganz unter dem Motto: „Die Eucharistie als Quelle unserer Einheit“.

Zwei Impulse der Hauptsprecher haben mich dabei besonders tief bewegt und geprägt:

  • Das Teebeutel-Gleichnis von Kardinal Woelki: Er verglich uns Gläubige auf eine sehr lebensnahe Weise mit einem Teebeutel. Wenn man einen Teebeutel einfach nur trocken auf den Tisch legt, passiert gar nichts. Erst wenn er ganz ins heiße Wasser eingetaucht wird, entfaltet er sein Aroma und verwandelt das gesamte Wasser. Genau so ist es mit uns und der Eucharistie: Erst wenn wir ganz tief in die Gemeinschaft mit Christus eintauchen, verändert er uns von innen heraus, sodass wir die Welt um uns herum verwandeln können.

  • Die Keynote von Father Peter Wojcik (USA): Er brachte die missionarische Natur der Kirche auf den Punkt. Er erinnerte uns daran, dass das wahre Wesen der Kirche die Mission ist. Wenn wir uns in Jesus verlieben, hilft uns diese Liebe, den Fokus von uns selbst wegzubewegen und auf die anderen zu richten.

Ein echtes Highlight: Lobpreis mit Könige & Priester

Ein absoluter Höhepunkt war das große Konzert mit Könige & Priester am Freitagabend. Die Halle hat regelrecht gebebt! Es war genial zu sehen, wie tausende Menschen – ob jung oder alt – gemeinsam im Lobpreis eins wurden. Diese Musik hat das Herz geöffnet und eine unglaubliche Freude freigesetzt, die man durch die ganze X-Post spüren konnte.

Krafttanken für den Introvertierten

Ich habe an den beiden Konferenztagen unzählige neue Leute kennengelernt und durfte viel über die Mission und den EMC erzählen. Als eher introvertierter Mensch hat mich dieses intensive Netzwerken extrem viel Energie gekostet.

Umso dankbarer war ich für das eigentliche Herzstück des Programms: die Zeiten der eucharistischen Anbetung. Wann immer meine Batterien leer waren, bin ich dorthin geflüchtet. Genau an diesem Ort wurde das Bild vom Teebeutel für mich lebendig: Ich durfte mich einfach in Gottes Gegenwart hineinsinken und "durchziehen" lassen. Vor dem Allerheiligsten hat Gott mir treu und spürbar die Kraft zurückgegeben, die ich für die Begegnungen brauchte.

Der Abschluss und ein göttliches Timing

Der krönende Abschluss des Wochenendes war am Sonntag die feierliche Messe im Kölner Dom. In diesem monumentalen Bau zu stehen und Gott zu loben, ist jedes Mal wieder ein tiefes Erlebnis.

Dass Mission nicht am Kirchenportal aufhört, zeigte sich auf dem direkten Rückweg zum Flughafen. Ein Freund aus Wien und ich kamen am Bahnhof ganz ungezwungen mit einem jungen Mann ins Gespräch. Inspiriert von den Worten der Konferenz schenkte Gott mir den Mut und die Gelegenheit, ihm mein persönliches Zeugnis zu erzählen. Ich bin unglaublich gespannt, was Gott aus diesem Samen machen wird, den er dort im Schienenersatzverkehr gesät haben.

Gott baut sein Reich – im Großen mit 2.500 Menschen in einer Eventhalle, lautstark beim Konzert und im Ganzkleinen bei einem Gespräch im Bus.

Alles Liebe und Gottes Segen,

Euer Nici