Be Apostle in Barcelona:
Wenn Bergwanderungen zu Glaubenswegen werden
Ein Sommer voller Vorsehung und Gnaden in Spanien
Hallo ihr Lieben,
ich melde mich aus Spanien! Kaum angekommen, gab es bereits das erste Geschenk: Nina, eine Mitmissionarin vom EMC, lud mich übers Wochenende nach Portbou ein, wo sie bei einer Mission im Einsatz war. Zusammen mit der unglaublichen Gastfreundschaft eines Ehepaares hier in Barcelona, das mich so herzlich aufgenommen hat, war das der perfekt gesegnete Auftakt für meine Zeit hier.
Das Sommercamp „Be Apostle“
Die gesamte letzte Woche habe ich beim Sommercamp „Be Apostle“ der Diözese Barcelona mitgeholfen. Obwohl ich kaum Spanisch spreche, hat Gott mir eine tiefgehende, fast sprachlose Beziehung zu den Jugendlichen geschenkt. Viele von ihnen kommen aus sehr schwierigen Verhältnissen. Umso kostbarer war es zu sehen, wie dieses Camp für sie zu einer echten Oase wurde – einem Ort, an dem sie in Gottes Gegenwart einfach mal auftanken und Kind sein durften.
25 Kilometer, Hitze und Vertrauen
Das Abenteuer begann direkt am ersten Tag: Wir sind auf einen Berg gewandert, haben oben unter freiem Himmel in Zelten übernachtet und am nächsten Morgen den Tag mit einer Heiligen Messe in der Natur begonnen.
Was dann folgte, war eine echte Herausforderung:
Eine 25-Kilometer-Wanderung über Berg und Tal bis zu unserer Herberge. Es war eine extrem harte Tour, aber es war tief beeindruckend zu sehen, wie gut die Jugendlichen diese Anstrengung gemeistert haben. Inmitten von Erschöpfung und steilen Wegen fingen sie an, uns Leitern zu vertrauen. Es war wie eine lebendige Katechese: Auch wenn der Weg im Leben steil und schwer ist.
Jesus ist mit uns auf dem Weg.
Tränen, Wunden und Anbetung
In der Herberge füllten sich die Tage mit einer Mischung aus Impulsen, Spielen, Gottesdiensten und viel Gebet. Es war bewegend mitzuerleben, wie die Jugendlichen Schritt für Schritt ins Gebet gefunden haben, mutig zur Beichte gegangen sind und vor das Allerheiligste in die Anbetung getreten sind. Als einer der Leiter sein Zeugnis teilte, hingen alle gebannt an seinen Lippen und priesen gemeinsam Gott.
Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz: Die campweite Olympiade gipfelte am Samstag in einer riesigen, bunten Wasser- und Farbschlacht! Der geistliche Höhepunkt war dann die große, feierliche Abschlussmesse am Sonntag.
Ein Abschied, der im Herzen bleibt
Als am Sonntag nach dem Mittagessen die Busse kamen und wir uns verabschiedeten, fing ein Mädchen plötzlich an zu weinen. Sie realisierte in diesem Moment, was für ein unfassbarer Segen diese Woche für sie gewesen war. Ich nahm sie in den Arm und konnte ihr nur eine Wahrheit mit auf den Weg geben: Egal in welche schwierige Situation du jetzt zu Hause zurückkehrst. Jesus geht mit dir. Er wohnt in deinem Herzen.
Ich bete weiterhin intensiv für diese Jugendlichen und bin dankbar für die großartigen Katecheten vor Ort, die sie auch im Alltag weiter begleiten werden.
Gott wirkt; über alle Sprachbarrieren hinweg!
Alles Liebe aus Spanien und Gottes Segen,
Euer Nici