Ringen mit Gott in Schottland:

Mein Pfingsten beim Stronghold Festival

Pfingsten in Schottland: Wie Jakob mit Gott ringen beim Stronghold Festival

Hallo ihr Lieben,

Pfingsten liegt hinter uns – und für mich war es eine Zeit des intensiven Suchens, des Dienstes und eines ganz persönlichen Kampfes. Gemeinsam mit dem EMC ging es für mich nach Schottland zum Stronghold Festival.

Doch der Start verlief alles andere als geplant. kaum angekommen, hat es mich gesundheitlich komplett umgehauen. Wir waren zum Glück zwei Tage vor Festivalbeginn angereist, und dank der kraftvollen Gebete meiner Gemeinschaft wurde ich rechtzeitig zum Start wieder fit.

Dienst im Verborgenen & nonstop Anbetung

Als EMC haben wir vor Ort tatkräftig mit angepackt. Mein Dienst war es dieses Mal, das große Speisezelt in Ordnung zu halten – ein handfester, bodenständiger Dienst für die Gemeinschaft.

Von außen betrachtet war das Event einfach fantastisch. Das Konzept war einzigartig: Es gab eigentlich nur einen festen Programmpunkt am Tag – die heilige Messe um 10:30 Uhr morgens. Die gesamte restliche Zeit, von Freitagnachmittag bis Montagvormittag, lief nonstop Anbetung mit Lobpreis, die ganze Nacht hindurch.

Mein Kampf wie Jakob

Diese dauerhafte Gegenwart Gottes im Allerheiligsten hat eine enorme Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Wann immer mein Dienst im Speisezelt erledigt war, zog es mich sofort wieder in das Anbetungszelt. Ich war jeden Tag bestimmt mehr als neun Stunden in der Anbetung.

Ich war da wie Jakob im Alten Testament, der eine ganze Nacht mit Gott gerungen hat. Ich wollte unbedingt eine spürbare, tiefgreifende Erfahrung mit Ihm machen. Doch dieses Mal blieb mir diese emotionale Erfahrung verwehrt.

Der Gott, der Wunden zeigt

Erst im Nachhinein habe ich verstanden, was Gott stattdessen in diesen vielen Stunden der Stille und des Lobpreises getan hat: Er hat mir nicht das spektakuläre Feuerwerk geschenkt, sondern er hat mir viele Wunden aus meiner Vergangenheit aufgezeigt, die er heilen möchte.

Manchmal verwehrt Gott uns das "Gefühl" Seiner Nähe, weil er tiefer graben will. Er heilt nicht an der Oberfläche. Ich bin nun voller Erwartung und gespannt, wie er diesen Weg der Heilung in den nächsten Wochen und Monaten mit mir gehen wird.

Pfingsten bedeutet, dass der Heilige Geist kommt – und manchmal kommt er als sanfter Wind, der das aufdeckt, was im Dunkeln liegt, um es gesund zu machen.

Danke, dass ihr mich durch euer Gebet auf dieser Reise begleitet!

Alles Liebe und Gottes reichen Segen,

Euer Nici